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Förderung wirkt

Vor den großen Firmen und finanzkräftig investierten Staaten wurde die Arbeit von Wissenschaftlern, Künstlern und Entdeckern von privaten Mäzenen getragen. Zahllose Wissenschaftler in der morgenländischen Hochkultur zu Zeiten des europäischen Mittelalters, später auch Galileo Galilei konnten mit ihrem Intellekt nur auf ihre Zeit einwirken, weil erfolgreiche Privatleute ihren Teil dazu beitrugen. Mit dem Aufkommen moderner Nationalstaaten wurden schließlich auch die Grundlagenforscher zu einem großen Teil durch die öffentliche Hand getragen. Die heutige Max-Planck-Gesellschaft begann ihr Dasein in 1911 als Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, die durch eine private Initiative gegründet wurde und dann schließlich in öffentliche Trägerschaft überging.

Deutschland hat eine einzigartige Geschichte des Mäzenatentums, denn hier – und nicht etwa in Amerika – begann das moderne Stiftungswesen. Zu Zeiten des Kaiserreichs gab es etwa 50.000 bis 70.000 Stiftungen, davon allein 2.000 in Berlin. Berühmte Förderer des Kaiserreiches, wie Eduard Arnhold, spendeten bis zu einem Viertel ihres Vermögens für wohltätige Zwecke – im Vergleich dazu stehen die Amerikaner Carnegie und Rockefeller die zu Lebzeiten etwa 1% bis 2% ihres Vermögens zum Gemeinwohl einsetzten. Große Teile der deutschsprachigen Stiftungskultur waren jedoch 1945 vernichtet.

Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG) überdauerte, jetzt benannt als Max-Planck-Gesellschaft und von der frühen Bundesrepublik getragen. Aus KWG und MPG gingen seit 1911 insgesamt 33 naturwissenschaftliche Nobelpreisträger hervor – mehr als aus jeder anderen Forschungseinrichtung weltweit.

Mit jährlich 1,5 Milliarden Euro unterhält die Max-Planck-Gesellschaft über 80 Institute für die Erforschung der Grundlagen in allen Wissenschaftsbereichen. Das entspricht etwa dem jährlichen Etat einer der führenden amerikanischen Forschungsuniversitäten. Dass die Max-Planck-Gesellschaft mit diesem Geld auskommt, liegt an gründlicher Budgetplanung und sparsamer Mittelverwendung, nicht zuletzt aber auch an dem privaten Engagement von zahlreichen Förderern.

Die Struktur des deutschen Wissenschaftssystems führt dazu, dass viele innovative Projekte von MPG-Wissenschaftlern erst privat teilfinanziert sein müssen, bevor öffentliche Gelder in oft vielfacher Höhe des privaten Betrages freigesetzt werden. Beispiele dazu sind Inkubatoren für Ausgründungen oder anwendungsnahe Labore, um innovative Medikamente zur Marktreife zu führen, mit im Erfolgsfall erheblichen Rückflüssen in die Forschung. Diese Einrichtungen wurden vom Staat mit großen Millionenbeträgen gefördert, aber erst nachdem MPF-Förderer einige hunderttausend Euro zugesagt hatten. Die Rückflüsse aus diesem Investment an die gemeinnützige Stiftung fließen steuerfrei wieder in weitere Projekte der Max-Planck-Gesellschaft.

Private Förderung hat eine lange, erfolgreiche Geschichte. Ihre Unterstützung bedeutet eine Investition in 100 Jahre Sicherheit. Sie können die Arbeit der Max-Planck-Gesellschaft für alle und auch für sich und Ihre Familie nutzen und Spitzenforschung auf weltweit höchstem Niveau ermöglichen.