Neue Krebstherapien
Neue Krebstherapien

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte die Forschung zu neuen Krebstherapien von Prof. Axel Ullrich am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried mit € 250.000 . Ullrich hat maßgeblich dazu beigetragen, die Heilungschancen und die Lebensqualität vieler Krebs-Patienten zu verbessern. Sein Team konnte nachweisen, dass sich das Wachstum von Tumoren hemmen lässt, indem man ihre Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen unterbricht. Eine wichtige Bedeutung haben dabei Wachstumsfaktoren und deren Rezeptoren an der Oberfläche von Krebszellen. Ullrich und seine Kollegen konnten Rezeptoren nachweisen, die für die Krebsentwicklung entscheidend sind, und legte damit den Grundstein für die Entwicklung des Brustkrebs-Medikaments Herceptin®.
Ein weiterer Meilenstein war die Entwicklung eines so genannten multifunktionalen Krebs-Therapeutikums: Sutent® ist ein Tyrosinkinase-Hemmer, der nicht nur Rezeptoren blockiert, sondern auch die Neubildung von Blutgefäßen unterbricht. So wird die Versorgung des Krebsgewebes gestoppt, das Tumorwachstum wird gehemmt und Metastasen schrumpfen.

Für seine erfolgreiche Forschung verlieh die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Prof. Dr. Dagmar Schipanski, Prof. Ullrich 2007 den Deutschen Krebshilfe Preis. Der Deutsche Krebshilfe Preis geht zurück auf eine Erbschaft, die verbunden war mit der Auflage, aus den Zinserträgen der Zuwendung einen jährlichen Preis für herausragende Arbeiten in der Onkologie zu vergeben.

MPI für Biochemie

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